Ziele

Unsere Mission

Warum Zons schützenswert ist

Die mittelalterliche Zollfeste Zons gehört mit dem geschlossenen Mauerring und den trutzigen Ecktürmen zu den besterhaltenen Bauwerken des 14. und 15. Jahrhunderts im Rheinland.

Die Stadt wurde 1373 vom Kölner Kurfürsten und Erzbischof Friedrich von Saarwerden gegründet. Trotz vieler Brände und Zerstörungen blieb das mittelalterliche Erscheinungsbild erhalten. Aus diesem Grund besuchen jährlich Tausende Besucher aus nah und fern dieses Kleinod und lassen sich von der besonderen Atmosphäre des Ortes einnehmen.

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten die Maler der Düsseldorfer Malerschule das romantische Städtchen am Rhein. Gleichzeitig hatte Zons zu dieser Zeit im ersten preußischen Provinzialkonservator, Paul Clemen, einen großen Gönner und Förderer erhalten, der auch die Bezeichnung „das rheinische Rothenburg“ prägte. Sein Verdienst ist, dass in Zons vor 100 Jahren mit den ersten Restaurierungsarbeiten begonnen wurde.

Entstehung

Wie der Verein entstand

Seit einer Reihe von Jahren sind Teilabschnitte der Mauern marode, der Mühlenturm musste dringend saniert werden. Wegen fehlender öffentlicher Mittel haben denkmalbewusste Menschen Ende August 2007 den Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons e. V. gegründet. Mit Förder- und Sponsorengeldern sollen die dringenden Restaurierungsarbeiten ausgeführt werden, damit Mauern und Türme der mittelalterlichen Festungsanlage auch zukünftig ihre überregionale Attraktivität und kulturgeschichtliche Bedeutung behalten!

Seit einer Reihe von Jahren sind Teilabschnitte der Mauern marode, der Mühlenturm musste dringend saniert werden. Wegen fehlender öffentlicher Mittel haben denkmalbewusste Menschen Ende August 2007 den Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons e. V. gegründet. Mit Förder- und Sponsorengeldern sollen die dringenden Restaurierungsarbeiten ausgeführt werden, damit Mauern und Türme der mittelalterlichen Festungsanlage auch zukünftig ihre überregionale Attraktivität und kulturgeschichtliche Bedeutung behalten!

Neben der Instandsetzung der westlichen Stadtmauer, hatte sich der Förderverein zunächst die Aufgabe der umfassenden Sanierung der mittelalterlichen Zonser Stadtmühle gestellt.

Die Zonser Mühle wurde als Turmmühle (zylindrischer Turm) aller Wahrscheinlichkeit um 1390 erbaut. Der massive Baukörper weist zugleich daraufhin, dass der Mühlenturm Teil der Stadtbefestigung war.

Auf Initiative des Fördervereins konnte der Mühlenturm in den Jahren 2008 bis 2010 außen und innen umfassend saniert werden. Die Schäden der Außenmauern waren so erheblich, dass die Baukosten 260.000 € betragen haben, die von der Stadt Dormagen und dem Land NRW getragen wurden.

Für die Innensanierung wurden nochmals 82.000 € aufgebracht, die durch Mittel aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz der Bundesregierung, der NRW-Stiftung, der Stadt Dormagen und des Fördervereins finanziert wurden.

Im September/Oktober 2010 wurde als vorläufig letzte Maßnahme die Erneuerung der tragenden Holzkonstruktion und der Flügel durchgeführt. Die Baukosten von rd. 73.000 € teilen sich das Land NRW und die Stadt Dormagen.

Nach der Innensanierung wurde die Mühle zum Tag des offenen Denkmals am 12.09.2010 zunächst wieder der Öffentlichkeit übergeben. Zugleich konnte im früheren Verließ und späteren Sacklager ein kleiner Informationsraum zur Geschichte der Mühle eröffnet werden.

Sanierung der Westmauer

Für die nächsten Jahre hat sich der Förderverein eine neue große Aufgabe gestellt: die Sanierung der gesamten inneren Westmauer von der Mühle bis zum Krötschenturm. Die Mauerschäden sind erheblich und bedürfen dringend der Instandsetzung.

Die vorläufigen Sanierungskosten betragen allein für den Mauerabschnitt zwischen Mühle und Schlossstraße mit der Restaurierung des Wachtürmchens ca. 303.000 €. Für die restlichen Teile der Westmauer entlang der Wendelstraße bis zum Krötschenturm sind nochmals Kosten von rd. 460.000 € kalkuliert.

Es ist geschafft! Der erste Teilabschnitt der Westmauer zwischen Mühle und Schloßstraße kann für 252.000 € saniert werden. Im April kann mit der Baumaßnahme begonnen werden. Die öffentliche Ausschreibung hat für dieses Teilstück einen Betrag von 277.000 € ergeben.  

Restaurierung des gotischen Spitzbogenfries (Nordmauer)

2008 ist ein Teilstück des gotischen Spitzbogenfrieses heruntergefallen. Das Stück wurde vom Förderverein gesichert, nachdem es längere Zeit im Wallgraben gelegen hat. Die Reparaturmaßnahme ist aufwendig. Vor allem Dingen muss eine besondere Gerüstkonstruktion am schrägen Wallgrabenhang angebracht werden. 2011 hat der Förderverein das Teilstück zur Begutachtung an eine Kölner Steinmetzefirma gegeben.

Im September 2014 konnte der Spitzbogenfries von dem Kölner Steinmetzbetrieb Johan Steinus wieder neu installiert werden. Die Kosten von ca. 2.881 € wurden aus Denkmalpflegemitteln der Stadt Dormagen finanziert.

Ausblick

Ständige Denkmalpflege

Der Förderverein hat einen regelmäßigen Austausch mit dem Denkmalbeauftragten der unteren Denkmalbehörde der Stadt Dormagen. Auf Anregung des Fördervereins erfolgte 2011 die Reparatur des Daches des Eisbrechers an der Süd-Ostecke der Stadtmauer. Am Wachtürmchen an der Südmauer (Wehrgang an der Mühle) wurde ein Wasserablauf vom Dach installiert.

Die dringend notwendige Reparatur des kleinen Durchgangs an der Ostmauer (vom Schlossplatz aus gesehen) konnte leider in den letzten beiden Jahren nicht durchgeführt werden. Der Holzsturz über dem Durchgang ist marode.