An der Nordostecke der Stadtmauer erhebt sich über einem quadratischen Grundriss von 9,5m Seitenlänge der sechsgeschossige Rhein- oder St. Peters-Zollturm. Dieser Turm diente der Zollabfertigung und war die Tributstätte aller Schiffsleute, die hier den obligatorischen Zoll für die Erlaubnis zur Weiterfahrt zu entrichten hatten. Im angrenzenden Zollhaus wurde der Zoll eingenommen und verwaltet.
Der ehemalige Wehr- und Zollturm wurde aus Brandschutzgründen vor über 20 Jahren geschlossen. Die Stadt Dormagen, das Land NRW und der Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons Firmen machten jetzt die Sanierung des über 600 Jahre alten Bollwerks und dessen Wiedereröffnung möglich. Ab Juni 2025 sind wieder Besichtigungen des historischen Bauwerks möglich; Besuchergruppen von bis zu 30 Personen können dann erstmals seit 2001 den Turm wieder betreten.
Nach Fertigstellung aller Bauarbeiten wird analog zu den Stadtführungen auch Besichtigungen des Rheinturms für Gruppen und Einzelpersonen angeboten. Besucher können dann an geführten Besichtigungen den Turms teilnehmen, viele Einzelheiten über die Geschichte und Struktur des Turmes und seiner Funktion für die mittelalterliche Befestigungsanlage erfahren und an einer Besteigung des Turms mitmachen, wobei dabei weitere Informationen über Treidelschifffahrt, Zollwesen und Rheinverlauf seit der Stadtgründung 1373 präsentiert werden.
Die Kosten für die Erschließung des Turms inklusive der Ausstellung belaufen sich auf rund 500.000 Euro, wovon das Land Nordrhein-Westfalen ca. 292.000 Euro als Fördermittel übernahm. Der Denkmalförderverein unterstützte dieses Vorhaben mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro, die Fördervereinsvorsitzender Dr. Martin Brans an Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld übergab.
Voraussichtlich ab Juni werden Rheinturm-Führungen als festes Führungsangebot über die Webseite www.swd-dormagen.de buchbar sein.

