Sträucher zerstören Mauerwerk

  Projekt: Restaurierung der Stadtmauer  

Die mittelalterliche Zollfeste Zons gehört mit dem geschlossenen Mauerring und den Ecktürmen zu den besterhaltenen Bauwerken des 14. und 15. Jahrhunderts im Rheinland. Trotz vieler Brände und Zerstörungen blieb das mittelalterliche Erscheinungsbild erhalten. 

Seit einer Reihe von Jahren sind Teilabschnitte der Mauern marode. Mit Förder- und Sponsorengeldern sollen die dringenden Restaurierungsarbeiten ausgeführt werden, damit Mauern und Türme der mittelalterlichen Festungsanlage auch zukünftig ihre überregionale und kulturgeschichtliche Bedeutung behalten.

Seit vielen Jahren Jahre hat sich der Förderverein eine große Aufgabe gestellt: die Sanierung der gesamten inneren Westmauer von der Mühle bis zum Krötschenturm, denn die Mauerschäden waren erheblich: kaputte Verzahnungen (bis zu 40 cm tiefe Schäden in der Basaltverzahnung), viele Mauer- und Steinausbrüche, Mauerkronen bis zu 5 Lagen lose, Mauerbewuchs,  Sträucher im Mauerwerk, maroder Maueranschluss zum Wachtürmchen,  etc. (-> Einige Bilder der Mauerschäden).

Ursache war der bis vor ca. 10 Jahren massive Efeubewuchs. Nach der Einrüstung der Mauer stellte sich heraus, dass auf der gesamten Länge zum Teil bis zu 5 Schichten lose waren. Die losen Steine wurden abgenommen. Danach wurden verwendbare Steine und „neue“ Steine wieder auf gemauert. „Neue“ Steine bedeutet, alte Steine aus Abbrüchen von alten Häusern, vor allem aus den Dörfern im Braunkohlegebiet im Rhein-Kreis Neuss – die für den Braunkohletagebau weichen mussten

Ein erster Bauabschnitt der Westmauer wurde Ende 2018 von der Mühle bis hinter das erste Wachhäuschen (ca. 75m) beendet.

->  Hier einige Bilder: „alt – „neu“

Die vorläufigen Sanierungskosten betragen allein für den Mauerabschnitt zwischen Mühle und Schlossstraße mit der Restaurierung des Wachtürmchens ca.256.500 €. Für die restlichen Teile der Westmauer entlang der Wendelstraße bis zum Krötschenturm sind nochmals Kosten von rd. 450.000 € kalkuliert.

Der Förderverein bemühte sich um Finanzierungsmittel vom Ministerium für Bauen und Verkehr NRW, dem Denkmalförderprogramm der Landesregierung, der NRW-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Rhein Kreis Neuss und der Stadt Dormagen. Zur Aufbringung des Eigenanteils benötigt der Förderverein wieder Sponsoren und Spenden.


Der Vorstand 2017 vor der Westmauer Zons: (v.l.n.r.): 

Dr. Wolfgang Heinrichs, Helmut Reimann, Jürgen Waldeck, 

Harald Krumbein, Karl-Heinz Stumps, Hermann Kienle


Hermann Kienle erklärte als wiedergewählter Vorsitzender des Vereins,  dass der lang erwartete Bundes-Förderzuschuss von 100.000 €  für die Sanierung der westlichen Stadtmauer endlich vorliegt. Er darauf hin, dass der Förderverein, auch dank einer Großspende der Bielefelder Kurt-Lange-Stiftung und mehrerer Spenden des Heimat- und Verkehrsvereins Zons (HVV) aus den Matthäusmarkt-Spendenaktionen, insgesamt 40.000 € an Spendenmitteln für die Mauersanierung akquirieren konnte.

 Außerdem hatte die NRW-Stiftung, die vor einigen Jahren schon die Sanierung des Zonser Mühlenturms finanziell gefördert hatte, auch für die Mauersanierung bereits einen Zuschuss von 85.000 € gewährt. Mit diesen Mitteln ist jetzt die Finanzierung der Erhaltungsmaßnahmen der Westmauer gesichert.

-> Siehe auch       Artikel NGZ vom 22. Mai 2017  („Sanierung der Stadtmauer in Zons kann noch 2017 starten“) und in Dormago Artikel vom 19.05.2017 (“ Sanierung der Stadtmauer kann starten“).

Unterstützung dieser Denkmalpflege in Zons erfolgte auch durch  Mitgliedschaften oder Spenden 

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