Als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung prägt die Mühle seit etwa 1390 das Bild der Zonser Altstadt. Ursprünglich war es ein aus Basaltquadern und Feldbrandsteinen erbauter Eckturm der Stadtbefestigung,, der im 14./15. Jh. zur Mühle umgebaut worden war.
Zwischen 1688-94 erfolgte der Innenumbau des Mahlgetriebes zur Holländer-Windmühle mit der Erweiterung des Innengetriebes um einen zweiten Mahlgang und mit dem Einbau eines Sackaufzuges, damit die früher von Hand geschleppten schweren Kornsäcke nun mittels Windkraft
hochgezogen werden konnten.
Um 1833 wurde die Mühle weiter ausgebaut zur so genannten „Holländer-Windmühle“, mit einem Außenkrühwerk versehen und um ein zusätzliches Geschoss zur heutigen konischen Form aufgestockt.
Mühle war bis 1907 noch in Betrieb.
Nach der Zerstörung der Flügel durch einen schweren Sturm 1909 und dem Verfall bzw. Abbau von Steert und Galerie in den folgenden Jahren bestand der Mühlenturm über 40 Jahre nur noch als Torso. Die Mühle war dann nach einem Sturmschaden stillgelegt worden.
1965/1966 wurde die Mühle von der damaligen Stadt Zons restauriert und mit Anbringung der Flügel, der Galerie und dem Außenkrühwerk wieder in den alten Zustand versetzt. Seit dieser Zeit sind Mahlwerk und Mühlentechnik auf sechs Etagen vollständig erhalten.
Der Mühlentyp ist eine Turmwindmühle mit Steert und Segelgatterflügeln., die Technik ist mit zwei Mahlgängen funktionsfähig als Inneinrichtung vorhanden. Die Flügel können sich mit E-Motor drehen.
Seit der Stilllegung vor über 100 Jahren ist die gesamte innere Mühlentechnik mit Mahlwerk und Getriebe bis heute glücklicherweise unverändert erhalten geblieben. Nach verschiedenen Restaurierungsmaßnahmen zwischen 1983 und 2000 erfolgte in den Jahren 2009 bis 2011 eine umfassende Sanierung der Außen- und Innenmauern sowie des gesamten äußeren Holzständerwerkes und der Flügel. Zum Abschluss der Arbeiten wurde im ehemaligen Sacklager der Mühle ein kleines Mühlenmuseum eingerichtet.
Nach einem bautechnischen Gutachten sind insbesondere durch Witterungseinflüsse und holzzerstörenden Pilzbefall im Laufe der letzten Jahre Schäden entstanden. Auch am Flügelkreuz bestehen erhebliche Mängel. Schon im Frühjahr 2023 sollte mit der Sanierung der Holzgalerie der Mühle Zons begonnen werden. Erste Vorgespräche mit der Stadt Dormagen waren schon Ende 2022 erfolgt.
Die Finanzierung der umfangreichen und kostenintensiven Sanierung konnte lange Zeit nicht gesichert werden. Insgesamt belaufen sich die geplanten Investitionen auf rund 301.000 Euro, an denen sich im besonderen Maße die Stadt Dormagen beteiligt; der Bund stellt mehr als 100.000 Euro aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm für die Instandsetzung der über 600 Jahre alten Mühle in Zons bereit.
Die Mittel fließen in die denkmalgerechte Erneuerung der stark geschädigten hölzernen Galerie sowie in die Sanierung des Flügelkreuzes und zentraler Antriebselemente. Ziel ist es, die Mühle perspektivisch wieder funktionsfähig präsentieren zu können.
–> Bilder-Galerie zur Zonser Mühle
–> Dia-Präsentation zur Zonser Mühle
–> Beschreibung der Zonser Mühle(Broschüre von Herman Kienle)

